Verkehr in und durch
Dilldorf
(Letzte Überarbeitung: Januar 2010)
Die Zeiten, als Dilldorf noch dörflich war, sind längst vorbei. Ältere Dilldorfer erinnern sich noch daran, dass die Dilldorfer Straße vor der Kirche einen Knick machte und man zu Fuß durch die "Hohle Gasse" zur Deilbachbrücke gelangte. Oberhalb lag damals die Bäckerei Glettenberg. Heute ist dort ein Verkehrsknotenpunkt mit all seinen negativen Folgen. Vor der Kirche treffen sich die Fahrzeuge aus der Dilldorfer Straße, aus dem Deilbachtal, aus dem Wohngebiet Oslenderstraße/Rathgeberhof/Frauenstein, aus Richtung Werden, Velbert und Nierenhof und aus Richtung Essen. Besonders der Lkw-Verkehr in Verbindung mit den Steinwerken und der EDEKA macht uns zu schaffen. Oft genug blockieren die Lastzüge die Kreuzung, und alle paar Wochen sind das blaue Schild mit dem Richtungspfeil oder die Begrenzungspfähle vor der Kirche umgefahren. Der Knotenpunkt ist zu klein, zu eng, zu unübersichtlich - aber niemand stört sich dran.
Besonders schlimm geht es vor der Kirche, in der unteren Dilldorfer Straße und im Deilbachtal in den Stoßzeiten zu, wenn die Berufskraftfahrer auf die Studierenden der Kraftwerkerschule treffen. Und solange es keine Ampelanlage an der Einmündung Eisenhammerweg/Nierenhofer Straße gibt, müssen sie sich zwangsweise alle vor der Kirche treffen und verursachen dabei regelmäßig Rückstaus.
Tag für Tag quälen sich die Lastzüge durch das enge Dilldorf - fahren Schilder und Begrenzungspfähle um, benutzen die Gehwege mit, übersehen die Geschwindigkeitsbegrenzungen und gefährden Fußgänger. Nachts werden die Anwohner ab 2 Uhr aus dem Schlaf gerissen, weil EDEKA-Fahrzeuge durch die Straßen dröhnen. Inzwischen wird EDEKA/Rasting auch sonn-und feiertags angefahren.
Ruhiger geworden ist es auf der oberen Dilldorfer Straße, weil die Mehrzahl der Lkws, die nach Velbert und auf die A 44 wollen, an der Kirche auf die B 227n/A 44 auffährt. Und alle Fahrzeuge, die aus Richtung Velbert über die B 227n/A 44 kommen, treffen erst an der Kirche auf die Dilldorfer Straße. Allerdings landen immer noch etliche Trucks auf der oberen Dilldorfer Straße und dann im Kreisverkehr, weil an der Kirche ein Hinweis zur Autobahn fehlt. Sie drehen eine Runde im Kreisel und fahren dann zurück zur Kreuzung an der Kirche.
Das Gewerbegebiet Phönixhütte ist jetzt nur noch über die Nierenhofer Straße, also nur noch über Dilldorf erreichbar. Das bedeutet Querverkehr mit mehreren Ampelanlagen.
Seit einiger Zeit leben nun die neuen Bewohner auf der Dilldorfer Höhe, die Besiedelung ist aber noch lange nicht abgeschlossen. Sie alle müssen einkaufen, zur Bank, zum Arzt und zur Apotheke oder wollen einfach nur ein Eis essen - und alles geht dann mitten durch Dilldorf. Dazu kommt nach der Eröffnung der B 227n, dass man vor der Dilldorfer Höhe nicht auf die Schnellstraße in Richtung Velbert / A44 auffahren kann, sondern erst über die Dilldorfer Straße zur Kirche muss. Wir rechnen mit ca. 1000 zusätzlich in Dilldorf beheimateten Pkws.
Zum Verkehr in Dilldorf gehört auch die Bahnlinie mit ihren häufig geschlossenen Schranken, die Staus verursachen. Dazu gehört aber auch der Verkehr über Dilldorf; wer ihn aufmerksam beobachtet, stellt fest, dass nicht nur die großen Flieger immer mehr werden, sondern auch kleinere Machinen und Hubschrauber - eine Folge der heimlichen Ausweitung des Flugplatzes Essen/Mülheim.
Schlechte Aussichten für Dilldorf und seine Anwohner.
Aber auch das muss gesagt werden: Verschlimmert wird die Situation zusätzlich durch viele Anwohner, die auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen pfeifen und sich aufführen, als gäbe es die hier gar nicht. Es stört sie auch nicht, dass sie auffallen (sie sind ja bekannt), sondern das scheint noch eher ein Reiz zu sein.
Liebe Dilldorfer, wären wir alle etwas rücksichtsvoller und solidarischer, gäbe es bei uns ein kleines Problem weniger.
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